Stärkung der Resilienz bei Kindern nach traumatischen Erfahrungen

Angesprochen werden Kinder im Alter von 5 – 11 Jahren, nach Absprache auch älter,  mit schweren seelischen Verletzungen durch erlebte (sexuelle/ körperliche/ seelische) Gewalt.

Ein traumatisches Erlebnis ist  für jedes Kind stark belastend. Danach ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Die Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis zeigt sich sehr unterschiedlich. In den ersten Tagen können alle möglichen Symptome als normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis gewertet werden.

Häufig zeigen diese Kinder danach typische Symptome,  wie z.B. körperliche Schmerzen  ( Kopf-, Bauch- und/oder Rückenschmerzen), Nervosität, Reizbarkeit,  Rückzugstendenzen, Verhaltensveränderungen, Schlafproblemen, Aggressivität /Zerstörungswut,  Ängste, Traurigkeit, Verletzungstendenzen (Selbst- und Fremdverletzung), Konzentrationsstörungen/ Leistungsabfall, Teilnahmslosigkeit, Schuld- und Schamgefühle, Erinnerungslücken.

Die zur Verfügung stehenden Methoden ermöglichen  auch ein  Arbeiten mit  Kindern, die sich sprachlich nicht äußern können/wollen  bzw. die deutsche Sprache nicht sprechen. Sie dienen der Stabilisierung und dem Zurückgewinnen von Vertrauen, so wie der Stärkung der Resilienz (psychische Widerstandskraft).

Kreatives Gestalten (z.B. mit der gestaltbildenden Methode „Arbeit am Tonfeld“®), Spielen (Sand-Matsch-Tisch, Handpuppen usw.), Stabilisierungsübungen und andere am Kind orientierte Methoden bilden die Grundlage der Zusammenarbeit, ebenso wie das Erklären vom Entstehen und Wirken traumatischen Erlebens (Psychoedukation).

Ziel ist es, einen sicheren Ort für das Kind zu schaffen, an dem es neue heilende Erfahrungen machen kann. Die unterschiedlichen Methoden ermöglichen dem Erlebten eine Sprache bzw. einen Ausdruck zu geben. So können eigene Handlungsmöglichkeiten beim Kind erweitert und die Kontrolle zurück gewonnen werden. Das Kind lernt mit unterschiedlichen Gefühlen umzugehen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Das Angebot  für das Kind findet wöchentlich oder 14tägig  60-90  Minuten (auf Wunsch des Kindes auch zusammen mit einem Freund oder einer Freundin bzw. einer vertrauten  Bezugsperson) in den Räumen der Beratungsstelle nina+nico statt. Über die Dauer wird im Gespräch gemeinsam entschieden.

Die Beratung und Unterstützung ist für die Kinder und deren Angehörigen sowie Fachkräfte kostenlos. Wir unterliegen der Schweigepflicht.

Ansprechpartnerin:

Renate Resch

(Erzieherin, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Arbeit am Tonfeld®,

Fachberaterin Psychotraumatologie i.A.)

0171- 62 22 39 2

(bitte auf die Mailbox sprechen – wird abends abgehört)